Ausbildungen im Bereich Medizin und Gesundheit – eine Übersicht

Für Schülerinnen in der Haupt- sowie in der Realschule stellt sich spätestens im letzten Schuljahr die Frage nach der bevorstehenden Berufsausbildung. Jede von ihnen hat zunächst ganz allgemeine Vorstellungen; die einen mehr, die anderen weniger konkret. Anhand der eigenen Fähigkeiten haben sie in den vergangenen Jahren feststellen können, in welchen Bereichen die Schwerpunkte ihrer Begabung und Interessen liegen. Die Schülerin erkennt schon recht bald, ob sie handwerklich interessiert ist, oder ob sie bereits seit frühen Jahren eher zu einem „Bücherwurm“ neigt. Für die Berufsausrichtung sind auch das Elternhaus sowie das familiäre Umfeld prägend. So ist es ein deutlicher Unterschied, ob das Mädchen als Einzelkind mit seinen beiden Erziehern aufgewachsen ist, oder aber zusammen mit einigen Geschwistern in einer Großfamilie mit mehreren Generationen.

Für Schülerinnen, die von Natur aus und geradezu intuitiv anderen Menschen gerne helfen, ist die Ausbildung in einem der medizinischen Berufe vielfach ein Wunsch- und Neigungsberuf an. Sie haben wie selbstverständlich den Erste-Hilfe-Kursus in der Schule absolviert und mit Bravour bestanden. Und in der Schulklasse sind sie seit jeher dafür bekannt, anderen zu helfen und sie bedarfsweise zu trösten, sie einfach in den Arm zu nehmen. Das sind insgesamt beste Voraussetzungen für eine Berufswahl im medizinischen und pflegerischen Bereich. Das Betätigungsfeld ist dort ebenso vielfältig wie vielseitig. Arbeiten in einem medizinischen Beruf heißt, anderen mit gesundheitlichem Handicap, also kranken Menschen, zu helfen. Die junge Schülerin kann sicher sein, dass sie in diesem Beruf nicht arbeitslos wird. Medizinisch-pflegerische Berufe können in ihrer Gesamtheit als absolut krisenfest angesehen werden. Die Zahl der älteren und alten Menschen nimmt ständig zu, ebenso wie die der Kranken und Pflegebedürftigen. Hier gibt es buchstäblich immer genug zu tun.

Die angebotenen Ausbildungen sind facettenreich und allesamt sehr interessant. Berufsbilder wie Arzthelferin, Krankenpflegerin, Krankenpflegehelferin, Altenpflegerin oder medizinische Fußpflegerin sind nur einige Beispiele für die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten. In all diesen und anderen pflegerischen Berufen werden engagierte, motivierte sowie gut bis hin zu sehr gut ausgebildete Mädchen und Frauen gesucht. In der drei- bis vierjährigen Ausbildung wird ein allgemeines Grundwissen vermittelt, ergänzt um erste wichtige Fachkenntnisse auf dem jeweiligen pflegerischen Gebiet. Die Altenpflege beispielsweise unterscheidet sich deutlich von einer Kinderkrankenpflege. Gepflegt wird hier wie da, jedoch mit anderen Schwerpunkten in der täglichen Pflegearbeit. Und die Podologin, die medizinische Fußpflegerin, ist mit ihren Fachkenntnissen auf den Fuß des Menschen begrenzt, oder besser gesagt konzentriert.

Ob Therapeut, ob Diätassistent oder Ernährungsberaterin; überall dort, wo es um die Gesundheit und die Pflege des Menschen geht, werden Mitarbeiterinnen mit einer medizinischen und pflegerischen Ausbildung dringend gebraucht. Zu den Arbeitgebern gehören niedergelassene Allgemein- und Fachärzte, Krankenhäuser, Kinderheime, Altenpflegeheime, Reha-Zentren sowie Gesundheitsämter bei Städten und Landkreisen. Die Ärzte behandeln ihre Patienten als Mediziner, während das sogenannte Pflegepersonal für den gesamten anderen Bereich zuständig und auch verantwortlich ist. Frühere Bezeichnungen wie Krankenschwester oder Arzthelferin sind durch neue, zutreffendere Berufsbilder ersetzt worden. Die Grundstruktur der Arbeit ist jedoch dieselbe geblieben. Es geht immer um die Hilfe unmittelbar am kranken und am pflegebedürftigen Menschen. Das betrifft sowohl eine vorübergehende, also temporäre Hilfebedürftigkeit als auch die Pflege chronisch Kranker sowie unheilbarer kranker Pflegebedürftiger. Zur Pflege gehören das tägliche Patienten wenden oder Betten aufschütteln ebenso wie Atemübungen, Krankengymnastik und Massagen.

In diesem jungen Alter, in dem sich die Schülerinnen für ihren zukünftigen Beruf entscheiden wollen und müssen, ist eine professionelle Berufsberatung sowohl hilfreich als auch notwendig. Sie wird von den Schulen angeboten und richtet sich gemeinsam an Schülerinnen und deren Erzieher. Die werden gemeinsam zu einem oder auch zu mehreren Beratungsgesprächen eingeladen. Damit verbunden ist oftmals ein Praktikum, damit die jungen Mädchen einen ersten Eindruck über ihren Traumjob bekommen können. Eine wichtige Grundlage ist auf jeden Fall die abgeschlossene Schulausbildung mit möglichst guten Zensuren; mindestens der Hauptschulabschluss, besser noch die Mittlere Reife. Darauf sollte schon in jungen Jahren gezielt hingearbeitet werden.

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